Hi, Leute,
da bleibt mir echt die Spucke weg…
Es geht um einen Artikel, genauer gesagt ein Interview, in der FAZ online von vorletzter Woche.
Link:
Literaturkritik im Videoblog – Ein zarter Flirt mit dem Warenfetisch
Darin steht der Medienwissenschafter Harun Maye Rede und Antwort darüber, wie die heutige Literaturkritik aussieht und wer sie hauptsächlich schreibt. Es geht auch um die sogenannten Vlogs.
Geil finde ich diese Stelle (wobei das gesamte Interview äußerst lesenswert und „revealing“ ist):
Die Mädchen sind zwischen 19 und 25 Jahre. Sie haben lange Haare, sind furchtbar süß und in der Regel stark geschminkt. Die Selbstinszenierung, Zimmereinrichtung, Kleidung und Schminke erinnern aber eher an die Verfilmung eines Gesellschaftsromans aus dem 19. Jahrhundert als an Youporn.
IMHO: *gg* LOL LMAO ROFL!
Es geht ähnlich zynisch weiter. Leute, lest Euch den Text durch!
Einige Tage nach dem Interview habe ich mal wieder meine Twittersuche nach „ICH MEINE HALLO“ angekurbelt und – haltet Euch fest – diesen Tweet hier gefunden:
lies dir das mal durch, ein Artikel ua.über dich.[Link].ich meine hallo? Was schreibt der da für einen fuck
Ratet mal, wo der Link im Tweet hinführt…
Wir lernen: Aha, Harun Maye spricht hier also nicht über irgendwelche Fabelwesen. Es gibt sie wirklich, die langhaarigen, süßen und stark geschminkten 19- bis 25-jährigen Mädchen. Selbstinszenierung und, wie wir hier sehen, mangelnde Kritikfähigkeit zeichnen sie aus. Vom doch recht derben Wortschatz mal abgesehen.
Also, wenn Ihr auf Rezensionen von „Bestsellerlistenschrott“, vornehmlich Büchern „von Cornelia Funke, Kerstin Gier, Stephenie Meyer, Charlotte Roche, Joanne K. Rowling“ steht und „Shopping, Schminke und Literatur“ bei Euch „eine Einheit“ bilden, dann schaut Euch doch mal ein paar dieser Vlogs oder „Literatur“-Rezensionen an. Hier eine kleine Auswahl:
- Reni auf fragdiegurus.de (das ist auch das Mädel, das von Harun Maye im Interview erwähnt wird. Merkt Ihr was? Harun Maye hat nicht übertrieben…)
- Schmetter-links (Link auf Wunsch betroffener Personen entfernt und ersetzt)
- Julez Blog (Volltreffer!
) - Mrs Bookangel (oh Gott, da startet jemand komplett neu…)
Falls irgendwelche Vloggers oder Buchrezensentinnen diesen Post auf meinem bescheidenen Blog hier finden sollten: Sorry, Mädels, auch wenn Ihr es wohl nie zugeben werdet: Trifft der FAZ-Artikel nicht genau ins Schwarze? ![]()
Ich würde mich trotzdem sehr über Eure konstruktiven Kommentare freuen. Vielleicht könnt Ihr ja hier die Vorurteile (?) von Harun Maye widerlegen und den Besuchern meiner Seite Eure Passion fürs Bücherlesen und Rezensieren näherbringen.
Ein ranitzkimäßiger Fall von ICH MEINE HALLO!
Weiterführende Links zum Thema:
Leider habe ich kurz die Seite von “[Websitename aufgrund betroffener Personen unkenntlich gemacht]” angesehen, auf der ich als erstes folgenden Satz lesen musste:
“Ich bin 21 Jahre alt, bibliophin veranlagt und fröhne diese Sucht enorm!”
Alleine in diesem doch recht einfachen Satz, der sich zudem noch auf der Startseite befindet, prangen gleich drei Fehler: “bibliophin”, “fröhne” und “diese”. Und so kann ich schon nach dem ersten Satz nicht mehr glauben, dass es sich hier um etwas Ernstzunehmendes handelt. Gerade angeblich belesene Menschen sollten doch auf korrekte Orthographie achten können. Eine viel längere Betrachtung dieser Seite erspare ich mir also geflissentlich, davon abgesehen, dass mich weder die Rezensionen noch die Rezensierende noch das Rezensierte interessiert.
Auch mir scheint, dass es gar nicht so sehr um eine literarische oder anderweitig geartete Kritik geht, sondern schlicht um Selbstdarstellung und -inszenierung. Welcher halbwegs vernünftige und selbstdenkende Mensch lässt sich in seiner Kaufentscheidung für oder gegen so simple Ver- und Gebrauchsgegenstände wie Nuss-Snacks, Reinigungsmittel oder seichte Unterhaltungsliteratur von dem Urteil eines Hobby-Schreibers beeinflussen? Wer hat etwas davon zu lesen, dass eine fremde Person diesen oder jenen Snack als gut empfindet? An sich ist mir das gleichgültig. Dass Selbstdarstellung allerdings im Gewand ernstzunehmender Kritik oder Verbraucherinformation daherkommt und sich die Selbstdarstellerinnen als sachkundige Instanzen gebärden, sogar ernsthaft Autoren dazu auffordern, ihre Bücher rezensieren zu lassen, ärgert mich.
Ich kann mir vorstellen, dass sich so manche Leserin angesichts toll aufgemachter Blogs dazu ermutigt fühlt, ebenso in die Kritikerränge aufzusteigen – wobei es auch dann nicht um Kritik geht, sondern um das eigene Bild in der Netzöffentlichkeit, das zu pflegen der simple Gruppendruck zur Notwendigkeit werden lassen kann, wenn man es zulässt oder keine andere Wahl hat.
Gerade habe ich mal wieder gestöbert und bin über diese höchst eloquenten Kommentare zum FAZ-Artikel gestolpert:
Da macht sich die FAZ doch lächerlich – schon gelesen?
Lesenswert ist der Kommentar von zoeybird… total niveraulos, diese FAZ, also wirklich…
Hat jemand schon ihren Blog aufgespürt? Ich nehme ihn gerne in die Liste im Artikel auf.
Glücklicherweise werde ich, wie richtigerweise mehrfach in diesen für solch wichtige Themen typisch emotionalen Kommentaren verteidigend erwähnt, nicht dazu gewzungen, mir Amateurvideos anzusehen oder Schminktagebücher zu lesen, und ich bin sehr froh darüber.
Ich möchte abschließend meine Lieblingsaussagen aus dieser Diskussion zitieren:
- “Dumme Menschen sollte man einfach ignorieren.” (Marie1990)
- “Viele (nicht alle!) Vlogger machen sich freiwillig und öffentlich zum Obst und das Publikum lacht teilweise. Ich lache auch.” (SuSanne)
- “Schlechte Verlierer bei DSDS schimpfen nachträglich auch über die Jury, der sie sich vorher freiwillig ausgesetzt haben.” (SuSanne)
Und zum Schluss noch eine Meinung einer “nora”:
- “Rede doch nicht über Sachen, die dich nicht ansatzweise interessieren und worüber du dich nur lustig machst.”
Da mich dieser Kommentar auf das Schonungsloseste entlarvt hat, möchte ich mich zu diesem Thema ab nun nicht mehr äußern und verlasse dieses kleine Universum wieder.
Wer den Tippfehler in meinem letzten Beitrag entdeckt, darf ihn mit nach Hause nehmen und sich ins Klo hängen
Niemand hat dich gewzungen, diesen Kommentar abzugeben…
Trotzdem bin ich sehr froh, dass es dich gibt. Ohne deine Kommentare wäre mein Blog um Einiges ärmer.
Und dein Klo kahler.
Update vom 03.11.2011
[Websitename aufgrund betroffener Personen unkenntlich gemacht] hat sich leider ohne Erfolg an der Korrektur des haarsträubenden Vorstellungssatzes versucht. Er lautet nun:
“Ich bin 21 Jahre alt, bibliophin veranlagt und fröhne meine Büchersucht enorm!”
Das war wohl nichts, alle drei Fehler sind nach wie vor vorhanden. Hier sind nun ein paar Tipps mit Linkempfehlungen zum Selbststudium, damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde mich nur lustig machen:
1.) Es heißt weder “Phinosophie” noch “Phinadelphia” und also auch nicht “bibliophin”.
http://www.duden.de/suchen/dudenonline/bibliophil
2.) Ein Haartrockner ist ein “Fön”, ein trockener Fallwind hingegen ein “Föhn”. Offenbar allzu schwer nachvollziehbarerweise verhält es sich mit dem Wort “frönen” ähnlich. Das Dehnungs-h entfällt.
http://www.duden.de/rechtschreibung/froenen
3.) Nach dem Verb “frönen” steht weder der Nominativ noch der Akkusativ, sondern der Dativ.
http://www.belleslettres.eu/artikel/einer-sache-fronen.php
Korrekterweise muss der Satz also lauten:
“Ich bin 21 Jahre alt und habe enorme Probleme mit der deutschen Rechtschreibung.”
Weiteres Update vom 03.11.2011
Der Vorstellungssatz ist nun komplett verschwunden. Ich lach mich scheckig. Oder schäkich?
Tja, daran ist der obligatorische Pingback schuld…
Ganz verschwunden ist der Satz doch nicht; er steht nun auf der Über Mich-Seite, und zwar in folgender Form:
Huch, jetzt vergewaltigt man sogar schon die Nomen! Die armen Dinger können doch nichts dafür…
Mann, warum schreibt sie nicht einfach, dass sie Bücher liebt und gerne sammelt!!!
Wobei Bibliophilie in der ursprünglichen Bedeutung ja das Sammeln seltener, schöner und historisch wertvoller Bücher beschreibt…
Harry Potter?!
Das Sakrileg?!?!
Buffy / Charmed?!?!?
ICH MEINE HALLO!
Lies einfach mal in Wikipedia, was dort unter Bibliophilie steht… und deutsche Rechtschreibung ist und bleibt nun mal so eine Sache für sich…
Fakt ist, dass Leute – wie du beispielsweise – viele junge Menschen, die wenigstens etwas anderes tun, als andere Menschen in den Dreck zu ziehen, von ihren Leidenschaften schnell erlösen kannst mit deinem Mundwerk. Schade eigentlich dafür. Denn es gibt genügend Teens und Twens, die ihre Zeit leider für andere, agressivere Dinge nutzen als Lesen. Und dann bekommen sie auf diese Art und Weise noch für ihre Bemühungen solche Nettigkeiten an den Kopf geworfen!
Ich hoffe, du liest dies wenigstens, denn an eine Veröffentlichung meiner Kritik an deiner Kritik, glaube ich erst gar nicht. Mit freundlichen Grüßen M.
upps…. ist mir doch auch glatt ein Fehlerchen unterlaufen….
ich zitiere: “Fakt ist, dass Leute – wie du beispielsweise – viele junge Menschen, die wenigstens etwas anderes tun, als andere Menschen in den Dreck zu ziehen, von ihren Leidenschaften schnell erlösen kannst mit deinem Mundwerk”
Richtig muss es ja heißen: Fakt ist, dass Leute – wie du beispielsweise – viele junge Menschen, die wenigstens etwas anderes tun, als andere Menschen in den Dreck zu ziehen, von ihren Leidenschaften schnell erlösen KÖNNEN mit solch einem Mundwerk…
Nicht, dass jetzt auch noch über meine Rechtschreibung und all derer, die sich wahrscheinlich hierzu schon geäußert haben, gelästert wird… und kaum ein anderer Kommentar hier zu finden ist – ausser, er stimmt mit dem des Schreiberlings überein.
Einen schönen Tag noch. (Wenigstens ist dieser Satz nicht fehl zu interpretieren)
Hallo, Marlene,
vielen Dank für deine Kommentare.
Deine sehr vorsichtig formulierten Anschuldigungen – nennen wir sie „Bedenken“ – habe ich hiermit registriert.
Im Gegensatz zum Kommentar von Lisa weiß ich bei dir nicht, wer du bist bzw. ob du von meinem Artikel direkt betroffen bist.
Ich interpretiere deinen Kommentar daher so, dass du einfach grundsätzlich doof findest, was ich hier mache. Ach, ich vergaß, dass es ja schon immer verpönt war, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten…
Nochmal: Objektiv betrachtet habe ich Harun Mayes Interview aufgegriffen und in meiner mir eigenen – zugegebenermaßen zynischen – Art wiedergegeben. Ich bedauere diejenigen, die über meinen Artikel bzw. das Interview in der FAZ nicht zumindest schmunzeln können.
Ich habe ja sooooo einen mordsschlechten Einfluss auf die jungen Leseratten. Aber ich bringe das wieder in Ordnung: Hiermit appeliere ich, da du ja anscheinend für so viele junge Menschen sprichst, an die zig Millionen jungen Menschen (Vorsicht, Ironie!!!), die meinen Blog täglich (Vorsicht, Ironie!!!!) lesen:
„HÖRT NICHT AUF, BÜCHER ZU LESEN!!! IM GEGENTEIL: BÜCHER SIND WICHTIG, SIE VERMITTELN (MAL MEHR, MAL WENIGER) WISSEN, DAS UNS ZU MENSCHEN MACHT UND IN ALLEN PRIVATEN UND BERUFLICHEN BELANGEN WEITERBRINGT.
HÖRT MIT BALLERSPIELEN UND U-BAHN-SCHLÄGEREIEN AUF UND SCHNAPPT EUCH EIN BUCH!
UND WENN IHR ÜBER DIESE BÜCHER AUCH NOCH VIDEOREVIEWS DREHEN WOLLT, DANN MACHT DAS BITTE! ZUMINDEST SEID IHR DANN WEG VON DER STRAßE!“
Dieses Statement war jetzt ausnahmsweise ernst gemeint.
Mit geht es nicht darum, jemanden fertig zu machen oder junge Menschen von ihrer Leidenschaft loszureißen. Ich will nur ein bisschen unterhalten; die Welt ist ernst genug.
Wenn ich mich auf Kosten Einzelner amüsiert habe, dann tut mir das sehr leid. Die betroffenen Personen können sich gerne bei mir melden.
Aber so eine halb-pauschalisierte Anschuldigung („Leute wie du“, „viele junge Menschen…von ihren Leidenschaften erlösen“, „andere Menschen in den Dreck zu ziehen“) wie von dir muss ich mir nicht geben. Sorry.
Gruß,
Axel
Wollte nur erwähnen, dass ich den Pingback gerade erst erhalten habe – also nicht wegen eurer netten Kommentare meine Seite umstrukturiert habe. Nur so nebenbei – ich habe in meinem Artikel über die FAZ niemanden angegriffen. Ich hoffe, ich biete euch noch weiterhin viel Gesprächststoff.
Zu dem Wort “Bibliophilie” – wer Wikipedia richtig lesen kann, wird sehen, dass der Satz “Sammeln von schönen, seltenen ODER historisch wertvollen Büchern” lautet. Schönheit ist Geschmackssache und ich finde meine Bücher schön.
Viel Spaß beim Diskutieren!
Hallo, Lisa,
danke für deinen Kommentar.
Mit der Bibliophilie hast du natürlich Recht; korrekt muss es heißen „[...]ODER historisch wertvollen Büchern.[..]“.
Angegriffen habe ich in meinem Artikel auch niemanden. Ich habe lediglich das Interview mit Herrn Maye zitiert, die Quintessenzen daraus mit meiner mir eigenen – ja, ich gebe es zu – zynischen Note versehen und einige weiterführende Links zum Thema eingefügt.
Bitte nimm mir / uns allen die Diskussion über den falschen Wortgebrauch von „bibliophil“ nicht übel; eine Diskussion ist nicht immer konstruktiv, geschweige denn objektiv – auch wenn ich mir das selbst am Ende meines Artikels so gewünscht habe. Schnell steigert man sich in etwas hinein – auch das ist menschlich und Teil von uns allen.
Bitte sag mir Bescheid, wenn dir persönlich zu nahe getreten wurde. Ich lösche ungern Kommentare, aber ich kann zumindest den Namen deines Blogs rausnehmen.
Nichts für ungut.
Viele Grüße,
Axel
Jungs, ihr wart, ward, wahrdt (?) mein Lacher des Tages. Da haben sich etliche Girlies aber ganz furchtbar aufgeregt und waren nicht in der Lage das Interview geistig zu durchdringen *g*. Mein wirklich schönster Kommentar fiel der Zensur zum Opfer. Die Orthografie-Allergie der (vermeintlich) lesebegeisterten Schar ist schon bemerkenswert. Stolz, hier zitiert worden zu sein, empfehle ich mich, mir, uns? Wer jetzt?
Wie alt bist du, Axel?
Ich spreche nicht für “zig junge Menschen”, sondern einfach, weil mein Alter es erlaubt, zu erkennen, dass es schlechteres gibt, als Bücher zu lesen… und damit meinte ich in der Tat Ballerspiele usw. – wie du es ausgedrückt hast.
Und ja – ich bin persönlich betroffen, weil du mit deinem Kommentar den Menschen angegriffen hast, der meinem Herzen am nächsten ist – sozusagen ein Teil davon – meine Tochter.
Ich persönlich betrachte die Sammelleidenschaft meiner Tochter als etwas Aussergewöhnliches; auch ihre Begeisterung für Bücher finde ich heutzutage nicht mehr selbstverständlich und ich unterstütze sie darin seit ihrer Kindheit. Deshalb rege ich mich auf, wenn ihre Blogseite so “herabgesetzt” wird – und ich denke mal, es ging ja nicht nur ihr so.
Doch ich finde es nett, dass du dich mehr oder weniger dafür entschuldigt hast und danke dafür
Hallo, Marlene,
wiederum danke für deinen Kommentar.
Ich weiß, dass es gut ist, Bücher zu lesen. Ich lese sehr gerne Bücher und kann es in Zeiten, in denen Kinder in lesefähigem Alter einfach vor dem Fernseher „geparkt“ werden, nur jedem empfehlen.
Bitte verstehe meinen Blogbeitrag nicht falsch – ich wollte auf keinen Fall einzelne Personen diffamieren, anschwärzen oder bloßstellen. Ich wollte einfach auf unterhaltende Art zeigen, dass Herr Doktor Professor Schlagmichtot Harun Maye mit einigen seiner Thesen nicht ganz unrecht hat. Dass er das Thema aus Akademikersicht ungewohnt trivial und zynisch behandelt. Und dass es eine Art Subkultur gibt, die eben Bücher, Lippenstifte, Make Ups und Ähnliches per Video rezensiert.
Bitte richte deiner Tochter aus, dass ich mich für die negative Erwähnung entschuldige und dass sie wegen meines unbedeutenden Beitrags nicht ihr Hobby in die Tonne treten soll. Im Gegenteil: Jetzt erst recht!
Viele Grüße,
Axel
P.S.: Ich bin 30.
Wenn ich mich mal zitieren darf: “Wenn eine Rampensau (nein, das ist keine Beleidigung, sondern ein gängiger Begriff) der Selbstdarstellung frönt, muss sie neben Lob auch Spott ertragen können.” Will sagen: wer sich derart in die Öffentlichkeit drängt, darf nicht nur rosa Ballons erwarten. Und dann gibt es knallhart 2 Möglichkeiten: man ist erwachsen genug das auszuhalten – oder nicht (das führe ich nicht weiter aus).
Ich darf hier noch einen thematisch zumindest halbwegs passenden Artikel anführen:
http://www.welt.de/kultur/article13705117/Der-Makel-der-Real-Time-Selbstinszenierung-im-Netz.html
Der Verfasser hat einer jungen Dame unfreiwillig und sehr kurzzeitig zu mehr “Traffic” verholfen, nach der heute erwartungsgemäß kein Hahn mehr kräht und die es fertigbringt, obwohl sie fünfzig Jahre jünger ist, schon jetzt auszusehen wie Alice Schwarzer. Hätte sie doch mal den einen oder anderen Schminktipp befolgt.
Öhm, reden wir hier vom selben Artikel?!
Der Artikel, den du verlinkt hast, handelt von Sami Slimani, DEM deutschen YouTube-Star.
Ich komm grade nicht nach… hilf mir!
Das wundert mich nur wenig – die Rede war von Airen, der den Text verfasst hat, und der mittlerweile angenehmerweise wieder von der Bildfläche verschwundenen und bestreitbar schreibbegabten H. Hegemann.
Für zum Thema passend hielt ich den Artikel, weil er die Selbstinszenierung und mangelnde Schreibfertigkeit mancher Vlogger kommentiert. Vielleicht war der thematische Bogen aber auch zu weit gespannt. Immerhin ging es ja anfänglich um sogenannte Mädchen und sogenannte Literatur.
YouTube-Star hin oder her – ich werde mir Sami Slimani sicher nicht ansehen, weil mich dieser Mensch und seine Videos nicht die Bohne interessieren
Ahhh, jetzt schließt sich der Kreis…
http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_Hegemann
Quellen angeben nicht vergessen; sonst wird man schnell zum Guttenberg oder Buhmann, äh, Hegemann…
Danke für den interessanten Input! Und was Sami betrifft: richtig so!
Einfach nur herrlich, wenn jemand wirklich der Meinung ist, dass Wikipedia ein ernstzunehmendes Nachschlagewerk ist . . . Ha ha
Da haben sich schon haubtberufliche Redakteure um ihren Job gebracht.