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Festival Checkliste für Wacken, Summer Breeze & Co.

Gut gepackt ist halb gewonnen

Hallo, liebe Sommerbretzler und andere Festivalgänger,

heute starte ich die Artikelserie „Summer Breeze“ mit einem Beitrag zur Festival Vorbereitung (aka Die ultimative Festival Checkliste).

Aus eigener Erfahrung ist es höchst ärgerlich, auf Wacken, Summer Breeze, With Full Force, Rockharz oder anderen Festivals feststellen zu müssen, den Grill, den Pavillon, das Grillfleisch oder den guten Met zu Hause vergessen zu haben.

Daher teile ich mit euch meine Anleitung zum PACKEN FÜR EIN METAL FESTIVAL!



Regel Nr. 1: Ware beschaffen

Das Ticket

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„Ey, Mann, hast du dein Summer Breeze-Ticket?“
„Ja.“
„Sicher?!“
„Ja, klar, Mann.“
„Wirklich sicher?!“
„Willst du mich jetzt verarschen, oder was? JA, ich hab’s!“
„Zeig’s mir mal.“
„Oh, FUCK, Mann, wo is mein Ticket!?!?!“

Regel Nr. 1 bei der Festival Vorbereitung: Du redest nicht über dein Ticket. Du kaufst es rechtzeitig, weißt immer, wo es ist und hast es bei der Anreise einfach dabei. Alles klar? 😉

Lebensmittel

Fleisch auf dem Grill
Einer der wichtigsten Punkte beim Lebensmitteleinkauf überhaupt:

Glas und Glasflaschen sind auf den meisten Open Airs nicht erlaubt!!!

Die Kontrollen am Eingang sind streng; die Ordner kontrollieren beim kleinsten Verdacht die Autos sehr gründlich. Denkt daher einfach daran, kein Glas und keine Glasflaschen im Auto mitzunehmen. Eigentlich alle Lebensmittel lassen sich prima in Plastikflaschen oder Dosen kaufen.

Den guten Met am besten umfüllen oder hier in praktischen Plastikkanistern z.B. im Ritterladen (www.ritterladen.de) kaufen.

Eine gute Festival Vorbereitung bedeutet auch, möglichst effektiv einzukaufen. Sonst qualmen ja schon vor den Gigs die Füße, und das wäre total EMO! 🙂

Daher: Lieber aufschreiben, was du genau brauchst, gezielt in einem großen Supermarkt einkaufen gehen und alles schön abhaken!

Gerade bei der Essens- und Getränkebesorgung in einer Gruppe ist es sinnvoll, die „Lasten“ zu verteilen. Der eine kauft Würstchen für die ganze Mannschaft, der andere kauft Grillfleisch, der nächste zwei Paletten Bier, der nächste Toastbrot und Grillsaucen, usw. So verteilen sich die Kosten auf mehrere Personen und für das Individuum wird es nicht zu teuer. Sonderwünsche, Extras oder Nahrungsmittel bei bestimmten Unverträglichkeiten trägt natürlich jeder selbst.

Update 2016
Ich bin baff: 95% aller Lebensmittel von meiner Festival Checkliste habe ich bei Aldi und Lidl bekommen. Da war gar kein Großeinkauf bei Kaufland, Marktkauf oder ähnlichen Giganten nötig.

Tipp: Auch auf die Angebote achten! Bei den Discountern gibt’s im Sommer meist auch Campingartikel, die teilweise gar nicht mal so schlecht sind. Meine Errungenschaften 2016: Selbstaufblasendes Kopfkissen (Aldi), kompakte zusammenfaltbare Spülschüssel (Norma), Sommerschlafsack (Tchibo).

Ein gut gemeinter Tipp zum Thema „Etwas-Selbergemachtes-Mitbringen“: Spart euch lieber die Mühe und kauft Eure Grillsaucen, Kuchen, Brote, etc. im Supermarkt! Wäre es nicht ärgerlich, wenn genau diese Lebensmittel verderben? Und welcher Metaller weiß mit 2 Promille im Blut noch ein selbst hergestelltes Brot zu schätzen?! Ein Festival ist halt kein Kochkurs!

Besonders lange haltbare und deshalb gut für Festivals geeignete Lebensmittel sind unter anderem:

Für das Frühstück
  • Vollkornbrot / Toastbrot / Knäckebrot
  • Vollei im Tetrapack
  • Tomatenmark / Senf / Gemüsepasten in Döschen als Brotaufstriche
  • Schmelzkäse (einzeln verpackte Scheiben!!!)
  • Streichwurst / Dosenwurst / Dauerwurst
  • Erdnussbutter / Schoko-Haselnuss-Creme / Marmelade
  • H-Milch
  • Haferflocken / Müsli / Cornflakes
  • Orangensaft
  • Kaffeepulver (löslich oder für die Espressokanne)
  • Teebeutel
Für mittags, abends und zwischendurch
  • Fladenbrot / Brötchen
  • Fleisch
  • Hot Dog-Würstchen
  • Röstzwiebeln
  • Grillsaucen / Gurkenrelish / Senf
  • Dosenravioli / Doseneintöpfe
  • Met in Plastikflaschen oder Kanistern
  • Bier in Dosen
  • Rum / Wodka in Plastikflaschen
  • Cola, Fanta, Zitronenlimonade

Noch kurz was zu den Mengen: Bei drei vollen Festivaltagen würde ich als Grundausstattung pro Person etwa eine halbe bis dreiviertel Packung Weißbrot einrechnen. Dann etwa zwei bis drei Dosen Fertigfutter, fünf bis sechs Stücke Fleisch und eine Palette Bier. Der Rest, vor allem die Frühstückssachen, teilt sich ja sowieso in der Gruppe auf. Wer hier andere Erfahrungen gemacht hat, bitte immer her damit!

Kühlen, kühlen, kühlen!

Eine Faustregel für Festivals: Alle Lebensmittel, die bei zu langer Lagerung in einem aufgeheizten PKW ihre Form oder gar ihren Geschmack verändern könnten, lasst ihr am besten zu Hause! Wenn ihr nicht gewährleisten könnt, dass ein zu kühlendes Lebensmittel auch bis zum Verzehr gekühlt bleibt, dann kauft es nicht. Punkt. Kühlen solltet ihr auf jeden Fall feuchtes Brot (Toastbrot) und rohes Fleisch. Hier können sich schnell Schimmel oder Bakterien bilden.

Dazu kommen noch die Getränke. Bier und Softdrinks schmecken viel besser, wenn sie kalt sind. Daher kühle ich mein Dosenbier, andere Getränke und verderbliche Lebensmittel ca. 3 Tage vor Abfahrt vor.

Update 2016
Fleisch, Tetra-Paks und eventuell auch PET-Flaschen gehen am besten sofort nach Kauf ins Tiefkühlfach. Diese Sachen speichern die Kälte ähnlich wie Kühlelemente. Und bei heißen Außentemperaturen ist jede Form von Kühlung gut.

Für den Rest empfehle ich erst einmal den Kühlschrank ODER eine Kühlbox. Ich besitze seit einem Jahr eine Absorber-Kühlbox, die mit Strom, Autobatterie und Gas läuft. Ich bin hochzufrieden mit dem Teil, da es mir auf jetzt schon drei Festivals sehr gute Kühldienste geleistet hat.

Hier gibt’s das Teil auf Amazon, aktuell sogar stark reduziert:
Dometic Waeco RC 1205 GC Elektrische Absorber-Kühlbox mit 12/230V und Gas-Anschluss

Zelt, CDs & Zubehör

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Was die Hardware betrifft, ist gegebenenfalls ein bisschen mehr Vorlauf beim Kauf nötig. Aber das Internet bietet unzählige Möglichkeiten, sich seine Ware – von A wie Accept-CD bis Z wie Zeltschnüre – zu beschaffen.
Update
Amazon hat mal nachgezogen und eine Übersicht über nützliche und coole Camping- und Festivalartikel erstellt! Ihr findet sie hier.

Scheut euch bei der Hardware nicht vor Preisvergleichen! Meist lohnt es sich. Viele CDs, die ich auf Festivals mitgenommen habe, habe ich bei Amazon geholt.

Blick aus meinem ZeltAnderes Beispiel: Es gibt so unglaublich viele Anbieter von professionellen Zelten im Internet und offline.

Wenn ich nicht in allerletzter Sekunde bei A.T.U. (jaha, ihr habt richtig gelesen!) reingeschaut hätte, hätte ich nun ein Zelt, das mich 30 Euro mehr gekostet hätte als mein jetziges von A.T.U.

Das Teil ist mir bei immerhin nun schon zwei Festivals ans Herz gewachsen und ich möchte kein anderes mehr haben, so! 🙂

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Regel Nr. 3: Das Richtige einpacken


Eine der wichtigsten Regeln: Nicht zu viel und nicht zu wenig einpacken. Hat man bewusst oder unbewusst zu wenig eingepackt, rächt sich das irgendwann. Hat man aus Unwissenheit zu viel eingepackt, ärgert man sich im Nachhinein über die verdorbenen Lebensmittel oder das mühsame Zusammenräumen des Equipments bei Abreise.

Die Mischung (und ein bisschen Erfahrung) macht’s!

Waschkrams

Es sollte zwar „common sense“ sein, trotzdem möchte ich kurz aufführen, was alles drin sein sollte, im Kulturbeutel.

  • Zahnbürste & Zahnpasta
  • Haarbürste / Kamm
  • Shampoo und Duschgel in einem
  • Deo
  • Verhütungsmittel
  • Seife
  • Rasierer (am einfachsten ist ein Trockenrasierer)
  • Kontaktlinsen
  • Kopfschmerztabeletten
  • Autan
  • Pflaster (wasserdicht / fest)
  • Spiegel
  • Schminke
  • Deo
  • Haargummis
  • Bodylotion
  • Labello
  • Tampons / Binden

Kleidung

Bei der Wahl der Kleidung gibt’s folgendes zu beachten: Schwarze Kleidung absorbiert zwar etwas mehr Wärme, aber schädliche UV-Strahlen gelangen nicht so stark an die Haut wie bei heller Kleidung. Auf den meisten Festivals knallt die Sonne mehr als 10 Stunden erbarmungslos. Dunkle Kleidung in Kombination mit einer Kopfbedeckung und ein bisschen Sonnencreme auf Gesicht, Armen, Beinen und Nacken hilft Wunder. Jaha, Leute, Metaller sind schlaue Menschen! 🙂

Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Ist es mal extrem warm, kann genau so schnell eine Abkühlung in Form von Gewittern, Sturm und Regengüssen kommen. Schaut euch daher entweder vorher GANZ genau den Wetterbericht an oder packt die lange Hose, den Pulli und die Regenjacke einfach gleich ein – nimmt nicht viel Platz weg und hilft bei Nässe und Kälte ungemein weiter.

Was sollte also alles kleidungsmäßig dabei sein?

  • Shirts / Metalshirts.
  • kurze Cargo-Hose/n mit verschließbaren Taschen
  • lange Hose/n
  • Pullover / Fleece-Jacke
  • Regenjacke / Poncho
  • Hut / Cappy / Kopftuch
  • Unterwäsche
  • Socken (die müssen wirklich gut sitzen! Ich schwöre auf Sport-Socken von Falke)
  • festes Schuhwerk (Trekkingschuhe, etc.)
  • Badeschlappen
  • Schuhe zum Autofahren
  • Badehose / Badeshorts

Grill

Einen Tipp zum Grill hätte ich noch parat: Tut euch selbst einen Gefallen und tauscht die bescheuerten Schraubenmuttern durch Flügelmuttern aus! Ihr glaubt gar nicht, wie viel Zeit so was spart. Den Auf- bzw. Abbau meines Schwenkgrills schaffe ich jetzt in 5 Minuten, wo ich vorher jeweils mindestens eine Viertelstunde gebraucht habe.

Die Festival Checkliste von ichmeinehallo.de!

Nett wie ich bin (und um euch vor unliebsamem Mangel oder Fahrzeugschäden wegen Überladung zu bewahren), habe ich euch eine Liste zusammengestellt, die einen Überblick darüber gibt, was man dabei haben sollte. Sie ist hier als PDF downloadbar.

Diese nette Liste soll euch als Gedächtnisstütze dienen. Ihr solltet sie natürlich auch an Eure speziellen Bedürfnisse anpassen. Inspiriert hat mich übrigens die legendäre „Packen für Wacken“-Liste von Christian.

Wem meine Checkliste nicht gefällt oder andere Inspirationen sucht, der ist auf diesen Websites richtig:

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Regel Nr. 3: Ordnung halten!


Anleitung zum Packen einer Transportkiste
Das gilt vor allem beim Beladen des Autos. Denn wer später seine Zeit nicht mit der Suche nach seinem Zeug verbringen will, sollte sich ein paar Gedanken zum Ordnen machen.

Große Kisten, die man übereinander stapeln kann, sind für diesen Zweck ideal. Die Kisten werden im Vorfeld beschriftet, so dass man also ungefähr weiß, was in welcher Kiste sein müsste.

Diese Kiste hatte ich anlässlich des Wacken Open Air 2009 gepackt und vorab einmal abgelichtet.

Wie ihr am Inhalt erkennen könnt, handelt es sich hier um eine Kiste, auf der später – grob gesagt – „Essen und Trinken Hardware / Regenschutz / Zeltaufbau“ stehen könnte.

Natürlich kann man nicht alles in solchen Kisten verstauen. Aber Kleinzeug, das sonst nur rumfliegen würde, oder Essen, das nicht gekühlt werden muss, sollte auf jeden Fall auf diese Weise mitgenommen werden.

Wichtig ist, dass Gegenstände, die man zum Aufbau des „Lagers“ braucht (Zelt, Pavillon, Gummihammer, Panzertape, Grill, Klappstuhl, evtl. Campingtisch, Bier :-)), schnell griffbereit sind.

Packtipps

Wie packe ich mein Auto richtig für Summer Breeze?
Der echte Heavy Metaller ist ein geselliger und umgänglicher Typ. Er achtet auf seine Mit-Metaller, was sich auch beim Bepacken des Autos widerspiegelt. ICH MEINE HALLO! Wie soll er denn noch zwei Metaller mitnehmen, wenn seine Ladung im Kofferraum kreuz und quer herumfliegt?! SO muss das aussehen, dann klappt’s auch mit den Mit-Metallern:

Und: Ja, das Zeug von den Beiden hat tatsächlich noch reingepasst, trotz Pavillon, Fahnenmast, drei riesigen Rucksäcken und mehreren Paletten Bier!

Allgemein zum Thema Packen ist also festzuhalten, dass immer platzsparend gepackt werden sollte. Das geht oft ganz einfach:

  • Ersetzt eine Regenjacke durch Einweg-Ponchos!
  • Füllt Lebensmittel gegebenenfalls in kleinere Behältnisse um.
  • Merkt euch, wie Grill und Zelt ursprünglich in den dafür vorgesehenen Packungen verstaut waren! Das spart Zeit beim Zusammenpacken.
  • Kleidung kann euch Mutti ordentlich und platzsparend falten!
  • Nutzt jede Ecke des Kofferraums sinnvoll! Dafür ist er ja da!
  • Bittet Leute, die ihr im Auto mitnehmt, vorab, euch mitzuteilen, was sie alles einpacken! Dient der besseren Planung.
  • Klemmt das gegrillte Fleisch einfach zwischen zwei Brotschreiben. Spart Wasser und Arbeit, die ihr ins Spülen von Besteck und Geschirr investieren hättet müssen.
Update 2014
Seit dem 01.07.2014 ist das Mitführen von Warnwesten im PKW Pflicht!

Erspart euch bei der Anreise unnötige Diskussionen mit der Polizei und denkt einfach an das Teil!


Hilfreiche und unterhaltsame Links

So, Leute, ich glaube, das war’s. Wenn ich etwas vergessen habe, lasst es mich über die Kommentarfunktion wissen. Nach dem Motto „ich packe meinen Koffer und nehme mit“. 🙂

Nein, ich würde mich wirklich sehr über Kommentare, Likes, Pluseins 🙂 u.ä. für diesen Artikel freuen, in den ich einiges an Zeit gesteckt habe.

Rock on!


Bildnachweise: privat, bis auf Flammender Hintergrund auf oldskoolman.de