Zu Guttenberg – SEO – Warum zu Guttenberg ein lausiger SEO wäre

do not copy and paste in SEOHallo, liebe Schummler und Abschreiber,

habt Ihr in den letzten Tagen die Nachrichten verfolgt?

Man konnte regelrecht zusehen, wie sich die Hose unseres ach so braven, ach so vorbildlichen Verteidigungsministers aufgrund der jüngsten Enthüllungen bezüglich seiner Doktorarbeit immer weiter füllte und nun zu platzen droht.


Was ist passiert? Karl Theodor zu Guttenberg wird vorgeworfen, ganze Passagen – insgesamt 16% – seiner Doktorarbeit, die er 2006 veröffentlicht hatte, von anderen Quellen übernommen zu haben, ohne die Urheber zu nennen. Er steht somit unter Plagiatsverdacht. Zudem soll er beim Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages eine Kurzarbeit von 10 Seiten in Auftrag gegeben haben und fast unverändert in seine Doktorarbeit übernommen haben (Quellen :-) : Wikipedia – Karl-Theodor zu Guttenberg / Plagiatsvorwürfe, Stern.de: “Plagiat-Affäre – Opposition erhöht Druck auf Guttenberg”).

Über das Motiv schweigt sich zu Guttenberg beharrlich aus. Eine Entschuldigung erfolgte zwar, aber in einer sehr schleierhaften Form: er räumte lediglich “Fehler” ein… Die Plagiatsvorwürfe wies er zurück.

Was, zum Teufel, hat die Copy & Paste-Affäre nun mit meinem Artikel hier zu tun?

Ganz einfach: wie so viele SEOs liebe auch ich Gleichnisse. Alltagssituationen, die sich fast 1:1 auf SEO übertragen lassen (z.B. der “Wasserflaschenvorfall” von Sasa Ebach).

Ich möchte mich als angehender SEO nun auch einmal in dieser “Paradedisziplin” versuchen.

Stellt Euch mal vor, Karl Theodor zu Guttenberg wäre ein kleiner Suchmaschinenoptimierer. Er würde sein Geld mit dem Optimieren der Parameter auf und abseits einer Website verdienen, um Google in den Hintern zu kriechen zu gefallen.

Bei der Bewerbung beim neuen Arbeitgeber prahlt Doktor Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg mit seinem Namen, seinem Bayreuther Studium, seinen guten Beziehungen und vor allem mit seiner Dissertation.

Neugierig geworden, prüft der Arbeitgeber die Doktorarbeit auf Herz und Nieren und findet heraus, dass etliche Passagen in ähnlicher oder gar gleicher Form bereits existieren. Zudem erfährt er vom Rest der Affäre.

Was denkt sich ein halbwegs vernünftiger Arbeitgeber im Bereich Suchmaschinenoptimierung da wohl? :-)

  • “Er ist nicht sehr geschickt im Umschreiben von Texten. Hat der noch nie was von Copyscape gehört?”
  • “Er hat KEINE Ahnung vom canonical-Attribut oder lässt es bewusst weg. WTF?!”
  • “Der Junge hilft uns nicht weiter. Gerade haben wir neue Online-Redakteure eingestellt. Wenn er meint, Content von kostspieligen externen Agenturen anzufordern, ist er hier fehl am Platz.”
  • “Er denkt, mit Vitamin B und einem guten Namen lässt sich alles erreichen. Das allein ist aber noch lange kein Link Asset.”
  • “Was würde der arme Junge machen, wenn wir wegen seiner schlechten Arbeit eine Penalty bekommen? Einknicken? Dementieren und Pokerface aufsetzen? Google anrufen? Blog verkaufen wollen? Oder sich mit der Mehrfachbelastung durch die Familie und die mühevolle Kleinstarbeit, die nebenbei so anfällt, rausreden?”

Seht Ihr? Kein seriöser SEO würde Herrn Doktor zu Guttenberg einstellen. Das Risiko, ihn mit seiner Copy & Paste-Mentalität in der Suchmaschinenoptimierung einzusetzen, ist zu groß.

Da soll er doch lieber in der Politik bleiben.

Kommen Sie schon, Herr zu Guttenberg, auch ohne Doktortitel regiert es sich doch ganz manierlich! Wobei Ihr Trust-Rank aber schon jetzt stark gegen 0 geht… Vorsicht vor Bad Neighbourhood!

Allen, die mit Suchmaschinenoptimierung nicht so viel am Hut haben, empfehle ich diese Seite mit Guttenberg-Witzen.

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10 Antworten auf Zu Guttenberg – SEO – Warum zu Guttenberg ein lausiger SEO wäre

  1. Search Engine Optimisation – das kann man Guttenberg nun nicht vorwerfen – vielmehr waren es die abgrundtief boesen Autoren der angeblich plagiierten Werke, die ihre Suchbegriffe so streuten, dass der arme Freiherr darauf hereinfiel. Gemein! Abgrundtief hinterhaeltig, darum:

    http://bluthilde.wordpress.com/2011/02/18/uneingeschrankte-solidaritat-mit-dr-zu-guttenberg/

  2. Axel sagt:

    Zu Solidarität mit KTG (wow, wat ne Abkürzung!) wird momentan auch auf Facebook aufgerufen.

    Indes lernte ich gerade ein neues Hartei-Wort: “Fußnoten-Entferner”. Danke, Herr zu Guttenberg!

  3. Sascha sagt:

    Moment mal… Ist doch clever der Kerl… Ist halt Pareto… und solange es nur 16% sind… Ich hät’ das genau so gemacht ;)

    • Axel sagt:

      Hi Sascha,

      ich hätte es wahrscheinlich auch so gemacht, nur hätte ich meine “Tat” besser kaschiert. ;)

      Übrigens: UPDATE! Er hat noch mehr geschummelt!

      “Nach einem Zwischenbericht des Projekts vom 21. Februar wurden auf 271 Seiten plagiierte Textstellen gefunden. Insgesamt seien bis zum 21. Februar 21,5 Prozent der Doktorarbeit als Plagiate identifiziert worden.” (Quelle: Wikipedia)

  4. Pingback: Wer hat die Doktorarbeit von zu Guttenberg geschrieben? - pro-seo Suchmaschinen-Optimierung

  5. Thomas sagt:

    Witzig eigentlich, dass es sich bei der Arbeit gerade um den Themenbereich Recht dreht. Wortklauberei :-)

  6. Egon sagt:

    Hallo,
    ich frage mich schon warum das niemand damals von Seiten der Uni aufgefallen ist. Auch damals hätte man schon technisch die Möglichkeiten gehabt so was zu erkennen. Aber man soll ja nichts böses unterstellen.

    Gruß

  7. Axel sagt:

    So, die Opposition und letztlich auch die Koalition hat es geschafft: zu Guttenberg ist zurückgetreten.

    Gut gemacht! So sägt man fähige Politiker ab.

  8. Pia sagt:

    Also ich finde es auch unmöglich, dass die Uni das nicht vorher bemerkt hat und dann jetzt so einen “run” auf die Sache gemacht wird. Klar, richtig ist das nicht.

    Aber er hat doch deswegen seinen Job nicht schlecht gemacht, das war doch von den gegnerischen Parteien nur eine Hetzkampagne, weil von denen keiner so nen Politiker dahin stellen hätte können, der es mit Guttenberg aufnehmen hätte können.

    So sind die ihn schnell losgeworden und sahen eine Chance für ihre eigenen Politiker. Nichts anderes steckte doch dahinter. Denn der Großteil der Wähler hätte Guttenberg nicht rausgeschmissen!

    LG
    Pia

  9. Opticshop sagt:

    @Pia: Auch wenn ihn vielleicht ein Großteil der Wähler nicht rausgeschmissen hätte, es gab keine Alternative zu einem Rücktritt. Ein Mann in seiner Position (auch damals schon) darf nicht so naiv sein und denken dass man ihm nicht auf die Spur kommt.
    Er hat sich nunmal auf vollkommen unehrliche Weise einen Vorteil geschaffen und das kann kein Vorbild für die ganz Nation sein.
    LG

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